Allergie
Immer mehr Menschen leiden unter einer Allergie
Niesen, jucken, brennen: Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter einer Allergie. Dabei sind in Großstädten wie Frankfurt mehr Leute betroffen als auf dem Land, in West-Deutschland mehr als in Ost-Deutschland. Warum immer mehr Menschen in den Industriestaaten auf mindestens eine Substanz allergisch reagieren, ist noch nicht eindeutig geklärt.
Bei einer Allergie reagiert der Körper mit einer heftigen Abwehrreaktion auf normalerweise harmlose Stoffe in der Umwelt. Das Immunsystem behandelt diese Stoffe wie Krankheitserreger und der Körper bildet in übermäßigem Maße Antikörper, die dann die typischen Allergie-Symptome hervorrufen.
Woher kommt eine Allergie?
Eine Allergie entwickelt sich durch mehrmaligen Kontakt mit dem jeweils auslösenden Stoff. Auslöser, so genannte Allergene, können zum Beispiel Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelsporen und Blütenpollen, aber auch verschiedene Nahrungsmittel wie Nüsse oder Äpfel sein. Grundsätzlich kann jeder Stoff eine Allergie auslösen. Manchmal treten die Symptome sofort nach dem Kontakt mit dem Allergen, manchmal erst mit einigen Stunden Verzögerung auf. Man unterscheidet Allergien auch nach dem jeweiligen Aufnahmeweg. So gibt es zum Beispiel Kontaktallergien oder Inhalationsallergien.
Es gibt nicht einfach „die“ Allergie
So unterschiedlich wie die Substanzen sind, die eine Allergie auslösen können, so unterschiedlich können auch die Beschwerden sein. Die Symptome einer Allergie reichen von brennenden Augen und laufender Nase über juckende Quaddeln auf der Haut bis hin zu allergischem Asthma oder Magen-Darm-Reaktionen. Auch können die Reaktionen unterschiedlich heftig ausfallen: Vom harmlosen Niesen bis hin zu einem allergischen Schock, der unbehandelt sogar tödlich enden kann.
Über einen Allergietest wird festgestellt, auf welche Substanzen der Patient oder die Patientin reagiert. Inzwischen gibt es verschiedene Medikament, mit welchen die Symptome einer Allergie gemildert oder ganz unterdrückt werden können. Durch Hyposensibilisierungs-Maßnahmen können die Symptome der Allergie teilweise sogar ganz zurückgedrängt werden.
Eine Allergie kann sich im Laufe des Lebens verändern
Der allseits bekannte Heuschnupfen ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Symptome einer Allergie verändern können. Bleibt Heuschnupfen unbehandelt, kann es zu einem so genannten „Etagenwechsel“ kommen. Die Symptome verlagern sich von den Schleimhäuten, wie Augen und Nase, auf die Bronchien. Es kann zu allergischem Asthma mit Atemnot und Brustenge kommen. Jeder dritte Heuschnupfen-Patient muss wegen allergischem Asthma behandelt werden.
